![]() |
Menschenverschmutzung
Für manche Menschen sind andere Menschen nur Umwelt. Der Umweltverschmutzung treten die Menschen,
Unternehmen, ja selbst Regierungen heute engagiert entgegen. Es ist
erkannt, daß Umweltverschmutzung viel mehr schadet, als man noch vor
Jahrzehnten oder gar vor hundert Jahren gemeinhin annahm. Mit
ungeheuren Ausgaben und unzähligen Vorschriften suchen die
etatistischen Gesellschaften unserer Zeit einem Problem Herr zu
werden, welches sie selber schufen. Statt Umweltverschmutzung zu
vermeiden, suchen sie diese zu regeln. Nicht zuletzt die
Versteigerung von Verschmutzungsrechten macht klar, daß selbst
marktsimulierender Etatismus, basierend auf dem Neoliberalismus
eines – sicherlich in vielerlei Hinsicht verdienten – Milton
Friedman1, nicht an die
Wurzeln des Problems rührt. Zum Schutze vor staatlicher Menschenverschmutzung im angeblich „öffentlichen Interesse“ haben Kinder ihre Eltern. Niemand kann sie so gut schützen und ihnen auf ihrem Weg helfen, wie die eigenen Eltern. Niemand begleitet Kinder so aufwendig und liebevoll wie die eigenen Eltern11. Es gibt Ausnahmen, die publikumswirksam verbreitet werden. Diese liegen aber im Promillebereich12 und immer waren Staatsleute involviert und nutzten nichts. Wer sich die Mühe macht, dies auch nur zu verfolgen, erkennt dies leider leicht. Es ist verständlich, daß beflissene Politiker die
Staatsgewalt zu gebrauchen trachten, um Mißstände zu beseitigen. Sie
greifen dabei dann auf ein Instrumentarium zurück, das einzige,
welches ihnen zur Verfügung steht – die Staatsgewalt (Bertrand de
Jouvenel: Über die Staatsgewalt, 1969) -, welche mehr Schaden
anrichtet, als nutzt.13 Dies
liegt in der Natur der Sache: Wer den Eltern Verantwortung abnimmt,
wird, derart enteignet, verantwortungslose Eltern vorfinden. Wer
Familienarmut subventioniert, wird mehr Familienarmut erhalten (Mehr
davon ist der Sinn von Subventionen14).
Wer Bildung monopolisiert, wird schlechtere Bildung bekommen. Alle
diese Gesetzmäßigkeiten sind bekannt15.
Sie können auch nicht via Staatsgewalt und bewaffneter Polizei
ausgehebelt werden16. Eine
Lösung der gegenwärtigen und zunehmenden furchtbaren
Menschenverschmutzung wird die Rückbesinnung auf die Subsidiarität
sein: eine – so gut wie Menschen möglich - Verwirklichung von
Eigenverantwortlichkeit, Kinderliebe, Nächstenliebe und Engagement
in der Gemeinschaft. Hier findet jeder seine Berufung. |
|||
| 1)
Milton Friedman: Kapitalismus und Freiheit 2) Murray N. Rothbard: Eine neue Freiheit, S. 222 3) ebenda, S. 248 4) Bettina Kuß: Die Einführung der Schulpflicht als Folge der Institutionalisierung von Schule, Studienarbeit 2005 im Seminar Vergesellschaftung von Erziehung - Schule als Institution, Bergische Universität Wuppertal 5) Eine Vielzahl derart lautender Bescheide aus verschiedenen deutschen Bundesländern liegen dem Autor vor. 6) Lernen und Bildung: Verordneter Pluralismus? bildungsfreiheit.net, 2006 7) So Reinhold Beckmann im Gespräch mit Dagmar und Tilman Neubronner, dazu E-Mail des Autors auf Anfrage. Siehe auch die unzähligen Fälle von Bürokratiegewalt (Altensteig, Bautzen, Bremen, Erlangen, Hamburg, Paderborn, Überlingen und viele weitere), Lehrergewalt, Schülergewalt und Schulmobbing. In der Schule werden Handlungen akzeptiert, oft gutgeheißen, die am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit selbstverständlich Strafanzeigen und Schadenersatzforderungen zeitigen. 8)
schulzwang.info
13) Suchte man früher die Staatsgewalt zu
beherrschen und zu begrenzen, indem man sich zum Beispiel eine Verfassung gab
oder Gott anerkannte, so
nutzt man heute/gebraucht man heute die Staatsgewalt einfach zum
eigenen Vorteil, noch schlimmer: Parteien wettbewerben um die
Staatsgewalt und ihren größtmöglichen Gebrauch/Mißbrauch. |
||||
| Mitte August 2008 überarbeitete Version der Erstveröffentlichung vom 20.07.2008, die sie hier aufrufen können. |